Einzigartiger (originärer) Inhalt in Gestalt gut verständlicher Texte sind für jede Website ein absolutes Muss geworden, wenn diese eine breite Öffentlichkeit erreichen will – und die allermeisten Websites bezwecken genau das. Was bedeutet das für Webseitentexte konkret?
Webtexte müssen hohe inhaltliche, formale und webspezifische Qualitäten aufweisen, um den gewünschten Erfolg auch liefern zu können.
Für die inhaltliche Qualität eines Textes ist natürlich zunächst die inhaltliche Richtigkeit besonders wichtig, er muss gut recherchiert sein. Das allein genügt aber nicht, eine Überfülle an Informationen kann sogar kontraproduktiv sein. Ein guter Text enthält eine auf die meisten Leser zugeschnittene Mischung aus Neuem und Bekanntem. Ein Übermaß an neuen Informationen kann den Text überfrachten und den Leser überfordern. Ähnliches gilt auch für den verwendeten Wortschatz. Andererseits: Ist dem Leser alles bereits bekannt, besteht die Gefahr ihn zu langweilen. Wie gesagt, auf die richtige Mischung kommt es an.
Zur den inhaltlichen Qualitäten eines Textes rechnen wir auch die „Erzählqualität“: Einundderselbe Inhalt kann locker und unterhaltsam – vielleicht sogar spannend – dargeboten werden, er kann aber auch steif und langweilig daherkommen. Welcher Textzuschnitt den Leser meistens besser anspricht, liegt auf der Hand. Selbstverständlich spielt dabei die Thematik eine wichtige Rolle: Manche Themen verlangen nach spezifischen Sprachebenen und Ausdrucksformen. Nicht jeder Text darf locker daherkommen, nicht jede Sache ist ernst.
Mit formaler Qualität meinen wir zunächst die sprachliche und grammatikalische Richtigkeit, die eigentlich selbstverständlich sein sollte, gegen die aber im Web oft gesündigt wird. Gerade für Webseiten, die auf eine eher anspruchsvolle (und kaufkräftige) Besucherpopulation abzielen, ist dies ein wichtiger Aspekt – mangelnde Sorgfalt der Texterstellung fällt oft heftig auf den Seitenbetreiber und zurück und wirkt klar imageschädigend. Formale Fragen stellen sich aber auch durch die Textgattung: Eine Pressemitteilung hat typischerweise eine andere Konstruktion und Diktion als ein Blog-Eintrag oder als ein fester redaktioneller Seitenbestandteil. Nur wenn dem Rechnung getragen wird, entsteht ein überzeugender Text.
Webspezifische Qualität benötigt der Text wegen des Mediums Internet – was nützt der beste Text, wenn er nicht gefunden wird? Webtexte müssen – ganz anders als Texte in Printmedien – bewusst auf die Auffindbarkeit im Netz hin geschrieben sein. An anderer Stelle auf diesen Seiten finden Sie zu diesem Thema mehr.
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